Dem
Rassenstandard der Deutschen Dogge entsprechend werden zur Zeit fünf
Farben anerkannt: Gelb, Gestromt, Blau, Schwarz und Gefleckt.
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| Gelb |
Gestromt |
Blau |
Schwarz |
Gefleckt (Harlekin) |
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Quebec
vom Schäferhof (Fynn)
(Photo: Melanie Mennig) |
Greta
Garbo vom Mendener Berg
(Photo: Sandra Sramek) |
Cinnamon's Sirius Etzel |
Bélouga von der Evenburg |
Wenn in
manchen Hunderassen die verschiedenen Farben bunt verpaart werden
dürfen, so ist dies bei der Deutschen Dogge nur innerhalb der
jeweiligen drei Farbschläge zulässig.
So sind Verpaarung zugelassen zwischen:
→ gelb und
gestromt
→ blau und
"schwarz aus blau"
→ gefleckt und
"schwarz aus gefleckt" |
Natürlich
sind farbschlagübergreifende Verpaarungen möglich, aber sie
sind
vom Doggenclub nicht zugelassen. Diese strikte Trennung der Farbschläge
führt zur Fixierung der Farbgene und begrenzt das Auftauchen
unerwünschter, nicht anerkannter sogenanter Fehlfarben.
Gen A
(Agouti)
dieses Gen wurde auf dem Chromosom 24
identifiziert, codiert
für
das Protein "Agouti Signal Peptide" (ASIP) und |
→ Ay
:
Sandfarben, Gelb
→ aw :
Wildfarbe « Agouti » (gestreifte Haare, mehrere Farben auf ein
und
demselben Haar)
→ at : zweifarbige
Tiere (z.B. Black und Tan)
→ ab :
Schwarz rezessiv |
Das Gen A kontrolliert die
Farbverteilung des dunklen Pigmentes (Eumelanin) im Verhältnis zum
gelben oder roten Pigment (Phaeomelanin), sowie auch die Verteilung von
hellem und dunklem Pigment über den Körper.
Die Situation bei der Deutschen Dogge ist einfach: sie sind
alle homozygot AyAy:
das Allel ist fixiert!
● ● ● ●
Gen E (Extensionslocus = Maske)
Gen
auf dem Chromosom 5, codiert für das Protein
"Melanocortin 1
Receptor" (MC1R) und beeinflusst die Ausbreitung des schwarzen
Eumelanins.
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→ Em
: schwarze Maske
→ e : keine
Maske |
Das Gen E weist bei der Deutschen Dogge nur zwei Allele auf. Das Allel Em
ist dominant, eine einfache Kopie dieses Allels reicht aus, um die
schwarze Maske hervorzurufen. Diese Maske ist allerdings nur bei gelben
und gestromten Doggen sichtbar. Da das Allel für die Maske dominant
ist, kann man ohne genetischen Test nicht sagen, ob eine gelbe oder
gestromte Dogge mit Maske homozygot für das Allel Em ist. Werden jedoch
zwei bezüglich des Gens E heterozygote Doggen verpaart, so können auch
Welpen ohne Maske geboren werden.
Dies verdeutlicht folgendes Punnett-Square:
| ↓Mutter \
Vater → |
Em |
e |
| Em |
EmEm  |
Eme  |
| e |
Eme  |
ee  |
● ● ● ●
Gen K (Dominant Black)
Gen auf dem Chromosom 16, codiert für das Protein
"Beta-Defensin 103" (CBD 103) |
→
Kb
(dominant) : schwarzes Pigment
→ kbr
(« intermediär »*): Gestromt
→ k (rezessiv)
: neutral, die Pigmentierung
hängt vom
Locus A ab, ist also Gelb bei der Deutschen Dogge |
*
der Ausdruck « intermediär » ist genetisch nicht korrekt, wird hier
aber dennoch verwendet um das Verhältnis der Allele zueinander zu
verdeutlichen:
kbr et k sind beide rezessiv, aber kbr
besitzt eine intermediäre
Position in der Hinsicht, dass es rezessiv zu Kb ist, aber dominant zu k. Normaleweise ist in der
Terminologie der Genetik der Ausdruck "intermediär"
gleichbedeutend mit co-dominant. |
Das
Gen K (= dominant black) verdrängt zum Teil die Wirkung der Allele von
Gen A und Gen E. Es existieren drei Allele, die alle bei der Deutschen
Dogge vorkommen.
Das dominante Allel Kb
verursacht das schwarze Haarkleid der Deutschen Dogge. Da es dominant
ist, reicht eine einfache Kopie dieses Allels aus (nur von einem
Elternteil übertragen), um das Fell schwarz sein zu lassen.
Das hier fälschlich "intermediär" genannte Allel kbr
kann sich in Anwesenheit von Kb
nicht äussern, drängt sich aber gegenüber dem Allel k auf.
Kb
maskiert völlig das Gen A, kbr
fügt die Stromung hinzu, und das neutrale Allel k lässt das Gen A
sich äussern, was bei der Dogge die Gelbfärbung verursacht.
Gen D (Dilution)
Gen auf dem Chromosom 25, codiert für das Protein
"Melanophilin" (MLPH)
|
→
D
: vollständige nicht
verdünnte
Ausfärbung
→ d :
Farbverdünnung, Aufhellung der Grundfarbe |
Das
Allel d
verdünnt die Färbung des Haarkleids. Der Nasenspiegel,
die Fussballen und die
Augen sind ebenfalls aufgehellt. Das Gen D ist vor allem im blauen
Farbschlag von Interesse. Blau ist keine eigenständige Farbe, sondern
eine Verdünnung von Schwarz durch das rezessive Allel d. Das heisst, dass
alle blauen Doggen homozygot dd
sind: diese Allel muss also sowohl von der Mutter, als auch vom Vater
übertragen werden! Eine blaue Dogge wird ihren Nachkommen immer nur das
rezessive Allel d
übertragen können, während "schwarze Doggen aus Blau" zwangsläufig
heterozygot für das Gen D sind: sie haben ein Allel D und ein Allel d, was bedeutet,
dass obwohl sie schwarz sind, sie
das Verdünnungsallel übertragen können.
Paart man zwei blaue Doggen an, werden nur blaue Nachkommen geboren.
Paart
man Blau mit "Schwarz aus Blau" an, können sowohl blaue als auch
schwarze Welpen geboren werden, ebenso wie bei einer Anpaarung zweier
"Schwarzer aus Blau". Zur Anschaulichkeit folgende Punnett-Squares:
Verpaarung
♀ Blau x ♂ Blau:
| ↓Mutter \
Vater → |
d |
d |
| d |
dd  |
dd  |
| d |
dd  |
dd  |
Verpaarung ♀ Blau x ♂ "Schwarz aus Blau":
| ↓Mutter \ Vater
→ |
D |
d |
| d |
Dd  |
dd  |
| d |
Dd  |
dd  |
Verpaarung ♀ "Schwarz aus Blau" x ♂ "Schwarz aus Blau":
| ↓Mutter \ Vater
→ |
D |
d |
| D |
DD  |
Dd  |
| d |
Dd  |
dd  |
Die Farbverdünnung ist aber nicht zwingend auf den Farbschlag Blau
beschränkt. Das Allel d
in doppelter Ausführung verdünnt jedes Pigment, egal welcher
Grundfärbung.
→ eine gelbe Dogge, aber homozygot dd, wird Isabell
(Hellgelb)
→ eine gestromte Dogge und homozygot dd wird hellgelb mit
blauer Stromung. |
Warum
Hellgelb-Blau-gestromt? Weil die Aufhellung das gesamte Haarkleid
betrifft, und jegliches Pigment verdünnt wird: die gelbe Grundfärbung
des Gestromten wird zu Hellgelb, und die schwarze Stromung wird blau.
Das trifft ebenfalls auf die Maske zu, die ebenfalls blau wird.
"Schwarze Doggen aus Blau" haben ein "verstecktes" Allel d,
was sich nicht äussert, da in einfacher Ausführung, aber tatsächlich
kann jede beliebige Dogge anderer Farbe oder anderen Farbschlages
ebenso ein
verstecktes Allel d
tragen: es reicht, dass in den Vorfahren ein Blauer war, auch wenn dies
in der Ahnentafel sehr weit zurückliegt.
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| Horst
von Tombrook : Isabell (= gelb verdünnt) |
Horst mit seiner Grautiger-Freundin
Hexe |
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| Einstein Semper Fidelis:
blau-hellgelb-gestromt. Einstein ist gestromt und homozygot dd. Sein Vater ist
schwarz aus blau, seine Mutter blau |
● ● ● ●
Gen M (Merle)
Gen
auf dem Chromosom 10, codiert für das Protein
"SILV"
und verursacht eine fleckige Farbverdünnug. Das Merle-Gen beeinflusst
auch die Augenfarbe.
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→
M: zerrissene
Farbflecken einer
bestimmten Farbe auf derselben, aber verdünnten Grundfarbe, co-dominant
→ m:
wirkungslos, die Farbe erscheint normal, co-dominant |
Aufgrund der Co-Dominanz seiner Allele, verursacht das Gen M drei
verschieden Fellfarben bei der Deutschen Dogge:
→ mm : normale
Fellfarbe, entsprechend den anderen Genen (gelb, gestromt, schwarz oder
blau)
→ Mm: gefleckt, das
heisst zerrissene Flecken auf aufgehellter Grundfärbung
(Scharz-Weiss-gefleckt oder Grautiger*)
→ MM: ganz oder
überwiegend Weiss
* die Fellfarbe des
Heterozygoten Mm
ist entweder SW-gefleckt oder Grautiger, je nachdem ob gleichzeitig das
Allel H des
Harlekin-Gens vorhanden ist oder nicht.
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Grautiger-Mantel: Cinnamon's Sirius Eyko |

Grautiger: Cinnamon's Sirius Einstein |
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Gestromt-Tiger Démon, Deutsche Dogge x Cane Corso |

Gestromt-Tiger Démon, Deutsche Dogge x Cane Corso |
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Gen H (Harlekin = schwarz-weiss-gefleckt)
Gen
auf dem Chromosom 9, Modifikator des
Merle-Genes (Epistasie) |
→
H:
verändert
die durch das Merle-Gen fleckig verdünnte
Grundfarbe in Weiss
→ h :
wirkungslos |
Das
dominante Allel H
kann sich alleine nicht äussern, dazu bedarf es der gleichzeitigen
Präsenz des Allels M
des Merle-Gens. In diesem Fall verändert H die von M
schon aufgehellete Grundfarbe in Weiss. Die Flecken bleiben
unverändert. Diese Interaktion zwischen zwei oder mehr Genen
nennt
man Epistasie.
Was
heisst das konkret für das Allel H
und die Farbe der Deutschen Dogge?
Ein einfacher Allel M
-Träger ist in jedem Fall gefleckt, also mit aufgehellter Grundfärbung
und nicht-aufgehellten Flecken. Im Falle einer standardgemässen
Anpaarung ist diese Farbe die des Grautigers (schwarze Flecken auf
grauem Grund).
Befindet sich im Genotyp dieses Hundes zusätzlich ein Allel H,
wird die graue Grundfarbe weiss, die Flecken aber bleiben schwarz.
Diese Farbe nennt man Schwarz-Weiss-gefleckt oder auch Harlekin.
Grautiger haben also niemals ein Allel H, während es bei
Harlekinen immer vorhanden ist. Beide haben in jedem Fall ein Allel M.
Natürlich kann jede beliebige Dogge ein Allel H besitzen, ohne
gleichzeitig ein Allel M
zu haben. In diesem Fall äussert sich H nicht, ist also
nicht in der Fellfarbe sichtbar, kann aber durchaus an die Nachkommen
vererbt werden.
Eine
"schwarze Dogge aus Gefleckt" kann ein Allel H besitzen muss aber
nicht! So wie auch jede anders gefärbte Dogge
(z.B. gelb, Blau oder gestromt) H-Träger
sein kann, nur dass wir keinerlei Chance haben das herauszufinden,
solange keine Anpaarung mit einem M-Träger
stattfindet und dann auch Harlekine auf die Welt kommen.
Homozygotie für das Allel H,
also den Genotyp HH,
gibt es nicht! Es wird angenommen, dass eine solche Homozygotie
embryonal letal ist, und die Welpen erst gar nicht ausgebildet werden.
Die Anpaarung zweier H
-Träger würde also statistisch die Wurfgrösse verringern.
Aus den Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen Allele des Gens M
und H ergeben sich folgende Geno- und Phänotypen:
| mmhh |
jede
"solide", also nicht-gefleckte Grundfarbe
|
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| Mmhh |
gefleckt:
klassischerweise* Grautiger |
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| MMhh |
ganz
oder überwiegend weiss, mit wenigen grau-gefleckten Flecken |
 |
| mmHh |
jede
"solide", also nicht-gefleckte Grundfarbe |
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| MmHh |
Harlekin:
klassischerweise* SW-gefleckt |
 |
| MMHh |
ganz
oder überwiegend weiss, mit wenigen schwarzen Flecken
(eigentlich SW-gefleckte Flecken) |
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| ...HH |
im
Embryonalstadium letal |
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* klassischerweise Grautiger
oder SW-gefleckt, wenn man die Anpaarungsvorschriften des Doggenclubs
bedenkt.
Ansonsten
wäre es durchaus möglich sogenannte Fehlfarben zu erhalten, wie
"Gelbtiger" oder "Blautiger", sowie Porzellandoggen, d.h. gefleckte
Doggen mit weisser Grundfärbung aber nicht-schwarzen Flecken (z.B.
Gelb-Weiss-gefleckt, Gestromt-Weiss-gefleckt oder Blau-Weiss-gefleckt) |
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| Elliot:
Porzellandogge
oder auch « blauer Harlekin » (blau-weiss-gefleckt).
->
foto-luehrs.de |
Gen S (Spotting oder MITF)
Gen auf dem Chromosom 20 codiert für das Protein «Microphthalmia
Transcription Factor» (MITF)
|
→
S:
« solid », einheitliche fellfarbe; co-dominant
→ sp:
« piebald » oder « random spotting »; co-dominant |
Das
Gen S ist vermutlich noch das geheimnisvollste Farbgen der Deutschen
Dogge, da die Wissenschaft noch nicht ganz klar seine Allele
identifiziert und lokalisiert hat.
Was dem heutigen Stand nach
am wahrscheinlichsten scheint, ist die Existenz zweier co-dominanter
Allele, die 2 bis 3 verschieden Fellfarben verursacht:
→ SS: einheitliche
Farbe mit maximal 10% Weissabzeichen an Zehen und Brust
→ Ssp
: einheitliche Farbe oder einheitliche Farbe mit weissen Abzeichen im
Stil des Mantels, allerdings "falscher Mantel" gennant
→ spsp:
Fellfarbe mit ausladenden Weissflächen – auch Platten gennant- bis hin
zum rein- oder fast reinweissem Haarkleid |
Man
merke sich, dass das Allel sp
« piebald » weisse Abzeichen sehr variabler und zufallsbedingter
Ausdehnung verursacht. Daher auch die Bezeichnung « random spotting » ,
die man übersetzen kann mit « Zufallsscheckung ».
Gen
S erschwert uns etwas die klare Erkennung der Manteldogge. Es ist noch
nicht ganz klar, welches Gen oder Allel den Mantel bedingt.
Ursprünglich
wurde angenommen ein Allel si
- auch « Irish » genannt- wäre dafür verantwortlich, doch diese 1957
von Little begründete Aussage deckt sich nicht mit aktuellen
Forschungsergebnissen.
Genanalysen von Manteldoggen haben ergeben, dass diese sowohl homozygot
SS,
sowie heterozygot Ssp
sein können, dass jedoch nur die homozygot SS - also
piebaldfreien Doggen - den Mantel auch regelmässig weiter vererben.
Diese homozygot SS
Manteldoggen werden auch « wahre Mäntel » (true-Irish) genannt, und
diese Mantelzeichnung scheint genetisch fixiert zu sein, wenngleich das
auslösende Gen oder Allel nicht eindeutig identifiziert ist.
Die
Weissabzeichen kommen fast auschliesslich im Farbschlag Gefleckt und
Schwarz aus Gefleckt vor, können aber im Grunde im Zusammenhang mit
jeder Grundfarbe auftreten.

Ceyenne von der Stadt Lüneburg:
Plattendogge, klassisch schwarz
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Traumfee von Wotans Meute: Harlekin-Plattendogge
Traumfee ist die Tochter von Ceyenne im Bild ganz links |

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Garm-Tronje vom White Temple:
Grautiger-Plattendogge
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gelbe
Plattendogge Koubiak, die Maske ist weitgehend durch die Weisszeichnung
verdrängt |

Douglas
von Christo Ballito: Gelbe Manteldogge .
Die Maske wird durch die Weisszeichnung überlagert, aber man erkennt
sie noch am schwarzumrandeten Auge |
Ausser
dem Problem, dass das Piebald-Allel die Weisszeichnung nur sehr
unregelmässig und unvorhersehbar verursacht, ist es leider an ein viel
schwerwiegenderes Problem gekoppelt: es kann ebenso wie das
Allel M des
Merle-Gens in homozygotem Vorkommen Hördefizite bishin zur
vollständigen Taubheit verursachen.
Es
ist nicht immer einfach, manchmal gar unmöglich, den genauen Genotypen
eines Harlekins zu bestimmen. Er ist natürlich immer Träger eines
Allels M
und eines Allels H...aber
trägt er auch ein Allel sp...oder
sogar zwei?
Ist
eine überwiegend weisse Dogge ein Harlekin, oder ein Doppel-Merle, oder
Doppel-Piebald...oder kumuliert sie vielleicht all diese Allele
gleichzeitig? Ohne Genanalyse schwer festzustellen, aber eines ist
sicher: je mehr von diesen krankheitsbehafteten Allelen
zusammentreffen, desto höher ist das Risiko Sinnesanomalien
vorzufinden. Vereinfacht kann man auch sagen, dass je mehr
"Weiss-Allele" eine Dogge trägt, desto grösser ihr Risiko ist, schwere
Sinnesanomalien zu haben.
● ● ● ●
Gen B (Brown recessive)
Gen
auf dem Chromosom 11, codiert für das Protein "Tyrosinase
related protein 1" (TYRP 1)
|
→
B : schwarze
Pigmentierung (dominant)
→ b
: braune
Pigmentierung. Der Nasenspiegel und die Fussballen sind
ebenfalls braun, die Augen sind heller.(rezessiv, mit 3
Subtypen bs,
bd,
bc) |
Die
meisten Doggen sind homozygot BB.
Es können vereinzelt "Chocolate"-farbene Doggen vorkommen, aber es
bleibt eher die Ausnahme und diese Farbe entspricht nicht dem
Rassestandard.
● ● ● ●
Wie und wo kann man die
Farbgene seiner Dogge testen lassen?
Ein Gentest ist für einige Farbgene durchführbar bei:
folgende Allele können bestimmt werden:
→ E et Em (Maske)
→ D et d (Dilution)
→ Kb, kx
(schwarz, gestromt oder gelb)
→ S et sp (solid und Piebald) |
Die Untersuchung erfolgt anhand eines Abstriches der Backenschleimhaut
oder einer Blutprobe in EDTA-Röhrchen. |
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